Montag, 15. Oktober 2007

Seaside Camp in Sai Kung



Samstag 13.10.2007 und Sonntag 14.10.2007
...zum Glück habe ich nicht abgesagt!
Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr ging es an der PolyU los. Von dort sind wir dann mit dem Bus in die 'New Territories' gefahren. Gruppenweise gingen wir dann zum Mittagessen und zum Einkaufen für das BBQ (Grillen) am Abend. Ich muss vorweg sagen, dass es ein ERLEBNIS war, mit den Chinesen zu zelten. Ich war richtig froh, dass die anderen 5 Deutsch sprechen konnten, um mich mit ihnen über die "Verhaltensweisen des Chinesen" austauschen zu können. Ohne das irgendwie böse zu meinen (und missverstanden zu werden) muss ich sagen, dass diese Einkindpolitik in Mainland von mir nicht gutgeheißen wird. Viele dieser Mainland Chinesen haben zum ersten Mal in einem Zelt geschlafen oder haben selbst ein Feuer gemacht. Wir hatten extra einen "Guide" dabei, der SIE instruierte, wie das Zelt aufgebaut wird (ein Iglu!) und der für alle Holz gesucht und zerhackt hat. Ich fand das schon etwas befremdend ... dies sollte aber nicht das letzte gewesen sein. Es fing schon an beim Einkaufen. Wir hatten ein Budget von 120 HK$ pro Person und die haben mal fleißig angefangen zu kaufen und sinnlose Sachen in den Wagen zu laden. Als es dann an der Kasse schon schnell dem Gesamtbetrag unserer Gruppe entgegen ging wurde auf einmal angefangen auszusortieren. Ich hab da schon zu Bernadette gesagt, dass soviel Fleisch keiner essen kann. Auf meine Frage hin, wie wir denn das Zeug alles zum Strand bringen, hieß es nur: "I think we have to carry it!" Ich muss dazu sagen, dass ich dort noch nicht wusste, dass es ein 40 minütiger Fußmarsch auf einem betonierten Weg immer schön berg auf und ab werden würde. Diesen ganzen Weg habe ich zwei 5 Liter Wasserkanister und ein Zelt geschleppt (+ mein Gepäck). (Als kleiner Hinweis, Franz hatte eine Plastiktüte mit einigen unseren Fleischpaketen in der Hand und seinen Rucksack auf dem Buckel).
Mit mir im Camp waren Felix, Johannes, Rieke, Candice (Deutschland) und Bernadette (Österreich). Die sind alle super und wir haben unser eigenes "Ding" gemacht, sobald es wieder anfing befremdlich zu werden. Nicht dass wir uns der Kultur widersetzt hätten! Aber einige Sachen waren einfach nicht mit gesundem Menschenverstand zu erklären. Vor allem "Franz" (den Namen haben wir ihm gegeben) war so was von unflexibel ... für mich der Prototyp eines "Strebers" und "Arschkriechers". Ich hatte dann ja auch das Glück, dass er in der Gruppe von Bernadette und mir war. Naja, alleine Franz würde wieder 6 Seiten füllen ... darum lass ich das jetzt mal.

Nach unserer Wanderung haben wir durchgesetzt, dass wir am Strand schlafen und die Zelte dort aufbauen! Der "Guide" wollte uns noch mal 15 Minuten den Berg hoch hetzten und das Lager im Wald aufschlagen ... aber nicht mit uns, wir hatten "Meer" gebucht. Der Stand war super, das Meer rauschte die ganze Zeit und die Wellen waren teilweise schön hoch (über 2 Meter). Ein echter Traum sich da rein zu stellen und die Wellen auf sich zukommen zu lassen!
Abends wurde dann gegrillt, rum gesessen, Spiele gespielt und weiterhin mit allem was brennt Feuer gemacht. Das mit "Lights off at 23 o'clock" haben auch nur Franz und seine Kollegen wirklich ernst genommen. Ein sehr schöner Abend am Strand und Sonnenaufgang um 6 Uhr. Leider viele Wolken, aber trotzdem schön. Danach weiter im Sand liegen, dem rauschen des Meeres zuhören und weiter schlafen... Vor dem Frühstück ab ins Meer und mit den Wellen spielen. Ein Traum, so könnt ich morgens öfter aufstehen!!!!!

Im laufe der Nacht ist dann noch eine Horde eingelaufen, die Tarnklamotten anhatte und verdammt nach Militär für Jugendliche aussah. Kevin - der Organisator - erklärte mir aber, dass es kein Militär ist (in englisch: Its a group of Christians and they are a kind of "army of Christians") was er mir damit genau sagen wollte konnte ich auch nach weiterem Nachfragen nicht herausfinden. Ich nehme mal an, das waren Pfadfinder in Uniform. Die haben im Dunkeln und fast geräuschlos ihr Lager an Zelten 3 mal umgebaut, sind immer für 2 Stunden rein gelegen, danach draußen wieder angetreten und fertig machen zum nächsten Umbau (???). Die alle hatten sich dann um 6 Uhr morgens auch wieder in Einheitskleidung (oliv) angezogen und sind zum Frühsport angetreten (wie gesagt, an diesem Wochenende haben sich viele weitere Mysterien für mich aufgetan). War lustig zuzusehen von meiner Strohmatte aus!

Gegen 9 Uhr hatten wir dann unser Frühstück (was nach den 2 kurzen Regenschauern noch übrig geblieben ist). Die Zelte wurden abgebaut, die riesen Berge an Müll zusammengesucht und um 11 ging es auf den Rückweg. Wieder 40 Minuten Berg hoch und runter.
Ich war/bin verdammt müde aber es hat uns allen (Exchange Students) viel Spaß gemacht und es war eine Erfahrung die ich nicht missen möchte!

Es gibt auch 154 neue Bilder.

Freitag, Fußball, Vorbesprechung

Freitag 12.10.2007
Diesen Freitag konnten wir den Platz wieder nur eine Stunde früher bekommen (9.30 - 10.30 Uhr). Ein (wohl weltweites) Problem von Studenten ist es aber, früh aufzustehen. (Das Vorurteil trifft echt zu, aber nicht bei allen). Wir waren zu Beginn nicht so viele, aber über die 2 Stunden hat sich die Anzahl der Spieler bei etwa 16 gehalten. Das Wetter war perfekt zum spielen, denn es blies ein kühler Wind und es war bewölkt. Nach dem spielen das obligatorische Bad im Pool und das Mittagessen in der Kantine.
Heute wollte ich mal Vorbereitungen für meine Japanreise treffen und versuchen einen großen Rucksack und neue Schuhe für "jeden Tag" zu bekommen. Ich hab wieder viel neues von Hong Kong gesehen, doch war ich leider direkt an der 'Nathan Road' unterwegs und dort tummeln sich die Touristen. Dementsprechend sind die Preise höher. Also hab ich die Einkauferei verschoben und mir mal die Preise von dort gemerkt.

Ich hatte nicht soo viel Zeit, da heute der letzte Tag von Jack (meinem ehem. Mitbewohner) in Hong Kong war. Den musste ich natürlich auch noch verabschieden.

Abends war die Vorbesprechung für das "Seaside Camp in Sai Kung" angesagt. Eine etwas chaotische Veranstalltung, die viele dazu bewog, den Trip abzusagen. Ich hab mich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen ...

Arbeit, Arbeit, Arbeit

Samstag 06.10.2007 - Donnerstag 11.10.2007
Ein (DER) wesentliche Grund dafür, dass mein Blog nicht aktualisiert wurde war, dass ich diese Woche mit Arbeit bis "Oberkante Unterlippe" eingedeckt war. Die ganze Sache mit Tag und Nacht war in dieser Zeit etwas "vermischt" und geschlafen wurde, wenn die Augen zu fielen. Es ist noch nicht alles fertig, aber dafür hab ich Montag und Dienstag reserviert. Tja, das gehört dazu und macht das "Studieren" auch zu einer Herausforderung.

Freitag = Fußball

Freitag 05.10.2007
Am Freitag hatten Christian und ich den Fußballplatz von 10.30 - 12.30 Uhr gebucht. Unserer Einladung zum spielen sind dann auch etwa 20 Leute gefolgt. Wir hatten dann 2 Stunden Zeit, um uns in der Sonne von Hong Kong zu verausgaben. Das tolle an dem Platz an der PolyU ist, dass das Schwimmbad direkt neben an ist. Eine kurze Erfrischung, Mittagessen in der Kantine, Rucksack im Zimmer abliefern und dann los zum Hong Kong weiter erkunden ...

Freitag, 5. Oktober 2007

Kommentar zu den Komentaren

Ich bin ja jetzt schon länger am studieren und hier (wie auch zu Hause) will jeder Professor / Dozent / Lehrender immer sofort ein "Feedback" (dt. Rückmeldung).

Mir fehlt das momentan auch ein bisschen!

Ich habe keine Ahnung, ob ich euch mit dem "Ding" hier langweile oder ob es doch irgendwie interessant ist meine "Abenteuer" zu verfolgen.

Meine Bitte: Gebt doch einfach euer "Feedback" auf dieser Seite! Dazu müsst ihr einfach unten auf Kommentare klicken. Dort in das Feld einen kleinen Text tippen (wichtig, euren Namen dazu schreiben!!!), Als Identität "Anonym" oder "Sonstiges" auswählen und auf "Veröffentlichen klicken.


Ich hoffe sehr von euch zu lesen ...

Dim Sum ... mhhh lecker!

Donnerstag 04.10.2007
Heute früh war es schwer aus dem Bett zu kommen, aber wir (Kevin und Ich) hatten mit Jacky, Maddlin, Rax und Vincet ausgemacht, dass wir uns um 14.30 Uhr zum Dim Sum essen treffen. Sie hatten alle schon vorher einmal das Vergnügen diese Hong Kong Spezialität probiert zu haben. Für mich sollte es eine Premiere werden. Dim Sum sind "Dumplings", wenn man es ins Deutsche übersetzt heißt das "Knödel". Ist es aber nicht! Wie kann ich das erklären - am Besten selbst ausprobieren!!! - Es handelt sich um eine Art Teig mit Füllung. Die mit süßer Füllung (Pudding, red beans, Coconut, Mango,...) heißen "Bun" und der Teig ist ähnlich wie bei Dampfnudeln. Die "Dumplings" haben einen "Teig", ich vergleich es mal mit der Hülle von Maultaschen, gefüllt mit allem was man bekommen kann (Shrimps, Beef, Pork, Peanut-Vegetables, ...). All diese leckeren Sachen werden im "Steamer" (Dämpfer) gedämpft und in diesem Babu-Steamer serviert. Hiefür wird alles was wir auf dem Zettel angekreuzt haben in die Mitte des Tisches, auf die drehbare Platte, gestellt. Ein echter Hochgenuss und eine Sorte besser als die Andere. Als Beilagen hatten wir frittierte Nudeln und Gemüsereis bestellt. Rax, als einheimische hier hat uns dann noch die nötige Etikette beim Dim Sum essen beigebracht und uns einige Tipps und Ratschläge gegeben.
Ich dachte eigentlich mit der Rechnung kommt jetzt der große Schock, denn so satt war ich schon lange nicht mehr. Aber für 7 Personen haben wir HK$ 215 gezahlt. Also grade mal 3,10€ pro Nase. Ich kann euch versichern, da werde ich nicht zum Letzten mal gewesen sein ;)

Zum ausklang des Tages gab es dann noch meine "Nachtvorlesung" wie jeden Donnerstag, Wäsche wasche und trocknen sowie einige Runden im Schwimmbad zur Entspannung.

Cultural Night


Mittwoch 03.10.2007
Heute war es dann soweit. Die Cultural Night stand an. Zu diesem Ereignis hatte ich dann auch meine "Host Family" Kristine eingeladen (naja, meine "Mam" ist grad mal 24). In der Hall hatte jedes Land einen kleinen Stand "landestypisch" zu dekorieren. Da bei uns die Bayern in Überzahl waren und sie auch sehr Heimat verbunden (Bayern, nicht Deutschland) sind haben die sich mit blau und weiß durchgesetzt. Die Idee mit Oktoberfest war aber gar nicht schlecht und passt ja auch grad sehr gut. Ein Weiterer Programmpunkt war, landestypische Spiele, Tänze oder Gesänge auf der Bühne vorzuführen. Da wir es aber nicht so mit singen und tanzen haben, haben wir uns entschlossen dem deutschen Bild im Ausland gerecht zu werden. Also wie sieht das Bild eines Deutschen in China/Ausland aus??? Ja, Bier, Würste und Lederhosen. Zum Glück hatte Gerhard (unser Hardcore Bayer) seine Lederhose dabei (allein die hätte mein Gepäcklimit gesprengt). Und eine bayrische Landesfahne hatte er auch rein zufällig in seinem Zimmer hängen.
Zu Beginn hat Benedikt eine klasse Präsentation über Deutschland gemacht (er als Designer hat das voll drauf). Darin waren dann so landestypische Sachen wie Neuschwanstein, Kölner Dom, Brandenburger Tor, etc zu sehen. Die Spiele, die wir jeweils mit freiwilligen aus dem Publikum machten waren: Maßkrug stemmen, Weißwurst zuzeln, Armdrücken, Fingerhakeln, Weißbier einschenken und Jodeln. Zum krönenden Abschluss gabs dann noch eine Bolonese durch den ganzen Saal! Unsr Auftritt kam sehr gut an, wir haben aber auch den vorgegebenen Rahmen von 10 Minuten mehr als gesprengt. Ein sehr schöner Abend, den wir dann bis spät in die Nacht in 'Wan Chai' ausklingen lassen haben.

Nichts Neues

Dienstag 02.10.2007
Heute stand mal wieder Programmieren und Englisch auf dem Stundenplan ...
Programmieren wie immer sehr schwer und englisch wie immer sehr langweilig. Die Lehrerin im Englischkurs ist sehr - wie soll ich sagen - verwirrt! Ich konnte bisher noch keine Struktur erkennen und sie ist immer sehr hektisch und gehetzt ... aber was soll’s!

Abends stand dann noch die Abschlussbesprechung für die "Cultural Night" an und das war’s dann auch schon für heute.

Dienstag, 2. Oktober 2007

National Day 2007 im Victoria Harbour


Montag 01.10.2007
Der 1. Oktober ist "National Day" in Hong Kong. Wieder einmal ein freier Tag! Ich habe die Zeit genutzt um mal etwas auszuschlafen (eine gute Idee war das!). Um 13 Uhr kam dann auch Kevin zurück, sie haben bis tief in die Nacht gezockt und haben dann den Rest des frühen Montagmorgen in einem Spa verbracht. Das soll sehr schön gewesen sein und werd ich bei meinem nächsten Trip nach Macau auch besuchen (ich weiß noch nicht wann, aber ich werd auf alle Fälle noch mal hin gehen und ein Wochenende dort verbringen).
Der Tag begann nicht so gut. Erst hab ich mir kochendes Wasser über den Finger gegossen und dann saß ich wieder ohne Dosenöffner vor einer verschlossenen Dose mit Suppe. Das hat mich dann dazu bewogen, mich wieder hin zu legen.
Heute hat sich dann auch wieder gezeigt, dass deutsche Tugenden nicht so verkehrt sind (und wir unserm Ruf im Ausland IMMER nachkommen).
Das Feuerwerk war auf 21.15 Uhr angesetzt. Ich hab mich also darauf eingestellt, um 18 Uhr los zu gehen. Jeden den ich gefragt habe war dies aber zu kurzfristig oder er war schon um 19 Uhr mit den anderen verabredet. Als ich um kurz nach halb sieben in "Harbour City" ankam, wusste ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Die Leute standen (und saßen) schon dicht an dicht und ich hab mich einfach mal dazu gestellt. Um kurz nach 19 Uhr hat die Polizei dann das Areal direkt am Wasser abgesperrt (die anderen Austauschstudenten waren noch unterwegs) und bekamen nur noch Plätze auf der anderen Straßenseite. Als es dann noch kurz anfing zu regnen und die Leute vom Boden aufstanden, kam ich bis auf 10 Meter nach ganz vorne. Es war sehr mühselig, fast 3 Stunden rum zu stehen und ich musste auch immer wieder an LIVEAID 2005 in Berlin denken, aber ich kann euch sagen: ES HAT SICH GELOHNT!
Pünktlich um 21.15 Uhr hatten sich die drei Schiffe in der Mitte zwischen HK Island und Kowloon plaziert und schossen los was das Zeug hielt. In dieser halben Stunde fiel mir fast der Arm ab, weil ich alles mit meiner Kamera aufnehmen wollte. Jetzt hab ich viele sehr schöne Videos und (wie ich finde) geniales Bilder dieses Ereignisses. Die Musik, das Feuerwerk, das Wetter ... alles hat gepasst und ich hatte wieder einen wunderschönen Abend in Hong Kong!!!

Während ich da so rum stand hatte ich nur meine "Stöpsel" im Ohr und viel Zeit zu genießen und nachzudenken. Was hier grade abläuft ist genial, dachte ich die ganze Zeit. Nie hätte ich das für möglich gehalten, dass ICH mal alleine in Hong Kong stehe und tu was mir gefällt und versuche alles mit zu nehmen was geht. Ich bin wirklich froh, dass ich diesen Blog hier schreibe. Ohne das "Ding" hier hätte ich vieles schon wieder vergessen ... was sehr schade wäre. Das Tempo in dem hier grad alles abläuft ist wahnsinnig. Meine Ordner mit Bildern nummeriere ich mit Tagen/Datum durch als ich Heute "Day 033 - 30071001 (Sun) - Natinal Day" geschrieben hab, da wurde mir erst klar, dass ich jetzt schon einen Monat hier bin und es noch vieles zu sehen gibt. Also weiter geht's mit tollen Erlebnissen! Ich hoffe ich kann noch vieles berichten!

Eine Frage die mir immer wieder gestellt wird ist "Ist es noch so schön wie zu Beginn?"
Meine Antwort "Ja und es wird jeden Tag besser!"

Eigentlich sollte oben ein Video abgespielt werden, wenn ihr darauf klickt. Ich hoffe das klappt. Viel Spaß damit und den neuen Bildern (hier klicken).

Macau ... das Las Vegas Asiens


Sonntag 30.09.2007
Pünktlich um 9.20 Uhr ging es los in Richtung 'Sheung Wan' zum "Ferry Pier" von TurboJet. Dies ist eine von 2 Anbietern von Schnellfähren (Trimarane) nach Macau. Macau ist so was wie das Las Vegas von Asien und hat auch in Sachen Umsätze das Orginal bereits überholt. Die Leute hier sind verrückt nach Gambling (Glücksspiel), was ich ja bereits erwähnt habe. Macau war mal eine Portugiesische Kolonie und hat deshalb 3-4 Hauptsprachen (Kantonesisch, Chinesisch, Portugiesisch und Englisch). Die Geschichte ist sehr interessant und wer sich dafür interessiert kann das auch gern bei Macao nachlesen.
Da wir (wie immer) spät dran waren haben die Bekannten von Kevin bereits die Tickets für uns gekauft (Hin 15€). Man hat gemerkt es war Sonntag und zudem noch der Sonntag vor dem "National Day" (Feiertag). Wir hatten dann Tickets für die 11.35 Uhr Fähre. Da Macau ein "eigenes" Land ist mussten wir uns zur Passkontrolle anstellen und bekamen einen ersten Stempel in den Pass. Dann das Gate suchen und ab auf die Fähre (läuft genau so ab wie am Flughafen). Der Trimaran war dann echt bequem, wir hatten Economy und ich will nicht wissen wie komfortabel dann die Firts Class ist. Die Geschwindigkeit dieser Dinger hat mich auch beeindruckt, da kann sich der Fridolin von Konstanz nach Friedrichshafen mal was von abschneiden. In Macau angekommen dann das ganze Prozedere mit Passkontrolle und Einreise noch mal, nur mit längeren Warteschlangen. Hier zeigte sich dann mal wie unhöflich der gemeine Chinese/Hongkongnese ist wenn es ums Anstellen und um Rücksichtnahme geht. Da wird mit allem was er hat geschoben und gedrängelt.
Da alle hungrig waren haben wir uns auf die Suche nach Essen gemacht und wurden in einer Seitenstrasse dann auch in einen netten Portugiesen herein gewunken. Das Essen war sehr sehr lecker aber auch etwas teurer. Mein "Grilled Chicken w|Piri-Piri" war vorzüglich! Den Nachmittag verbrachten wir dann mit der Sightseeing-Strecke wie sie im LonelyPlanet (Reiseführer) beschrieben ist. Eine sehr nette Insel, mit sehr sehr vielen Motorrollern. Diese hatten sich dann auch zu einer Demo zusammengefunden und einen heiden Lärm auf der Straße veranstalltet. Eine lokale Reporterin hat uns dann auch aufgeklärt um was es geht. Die Regierung hebt ab dem 1.10. die Steuern für die Roller an und damit sind die Leute nicht wirklich einverstanden. Begonnen hat unsere Tour bei den "Ruins de St. Paul" und den Abschluss hatten wir in einem Seefahrer-Tempel. Die Anderen (Kevin, Jean-Marie, Bertie und Jessie) hatten sich im Casiono mit anderen Studenten der CityU verabredet. Für mich war von Beginn an klar, dass ich in der Nacht wieder zurück fahre. Die kostenlose Fahrt zum Casino hab ich aber (zum Glück) noch mitgemacht. So bunt, so viele Lichter und alles blinkt und leuchtet. Ja, hier sind Casinos und das nicht zu knapp. Eines höher, schöner und verschnörkelter als das Andere... und im Bau befinden sich auch noch einige. Leider bin ich nicht mit rein und die Bilder aus dem Bus heraus wurden auch nicht gut, darum muss ich euch mit Casino-Bildern etwas vertrösten.
Jean-Marie hat sich mir dann angeschlossen und wir sind zurück. Die selbe Prozedur aufs Neue (Tickets, Zoll, Einchecken, Fährfahrt, Aussteigen, Zoll). An dem Tag haben sie mir mein ganzen Pass voll gestempelt, denn wenn ich wieder nach HK einreise wird eine komplette Seite "weggestempelt". Völlig erschöpft kam ich dann zu Hause an und hab mich erst einmal nach dem geplanten Feuerwerk für den National Day erkundigt.

Bilder zu meienem Macau-Trip gibt es wie immer unter Meine Hong Kong Bilder

Ein Quiz zum vergessen

Samstag 29.09.2007
Heute gab es wieder ein Quiz im C++ programmieren. Ich bin extra früh aufgestanden und hab 3 Stunden darauf gelernt. Eigentlich dachte ich, ich sei gut vorbereitet aber wurde eines besseren belehrt. Nach den 20 Minuten Test war ich zurück auf dem Boden der Realität und mal ordentlich gefrustet. Als der Professor dann noch anfängt uns zu sagen, dass er uns damit nur demonstrieren wollte wie wichtig es ist sein "Selbst Studium" nicht zu vernachlässigen und auch mit dem Zeitruck um zu gehen, da hätte ich ausflippen können.
Nach 2 Stunden C++ Vorträgen und einer umfangreichen Hausarbeit als Vorbereitung für den praktischen Test, ging es erst einmal zum "Frustshoppen"! Das war dringend nötig und danach ging es mir auch schon wieder besser.
Abends dann früh ins Bett denn Sonntag morgen 9.00 Uhr gehts los nach Macau.

Freitag, 28. September 2007

Cause Way Bay und Central


Freitag 28.09.2007
Der Tag begann früh, denn es war mal wieder an der Zeit Fußball zu spielen. Leider hatten es nur noch Gerhard und Christian (2 andere Deutsche) geschafft zu kommen. Naja, vielleicht sind wir nächsten Freitag mehr …
Am Nachmittag habe ich mir denn vorgenommen, den nördlichen Teil von Hong Kong Island zu erkunden. Da bin ich gegen 16 Uhr alleine los mit der MTR nach ‚Causeway Bay’. Auch wenn es Bay heißt, gibt es dort keinen Strand zum Baden. Es ist eher bekannt für die vielen Geschäfte hauptsächlich für Klamotten und Schmuck. Ich bin dann dort einfach mal durch die Straßen gelaufen und hab mir die Sachen angesehen (hab wirklich nur geschaut). Am Times Squar bin ich auch vorbei gekommen, glaube aber kaum, dass der mit dem in New Yourk mithalten kann .. ‚Piccadilly Circuit’ ist da ja schon dreimal so groß. Ist aber echt nett dort und es könnte sich das eine oder andere Schnäppchen ergeben.

Danach bin ich dann nach ‚Central’ gefahren. Dies hatte aber mehr einen politisch-ethischen Hintergrund. Denn in Facebook wurde eine Einladung zur Aktion „Love Burma“ rum geschickt. Da ich diese Geschehnisse Seitens der „Regierung“ dort nicht gut heiße, habe ich mich an dem Protest in ‚Charter Garden’ (Central) beteiligt. Es waren sehr viele Leute dort und es wurden Kerzen, Schleifen und Faltblätter verteilt(siehe Bild oben). Die Kundgebung begann mit einer Beamer unterstützten Zusammenfassung der Ereignisse in der letzten Woche. Diese wurden dann sowohl in Kantonesisch als auch in Englisch wiedergegeben. Danach gab es einige Stimmen, z.B. von der Hong Kong Repräsentantin von Amnesty International und weiteren Organisationen. Ich bin froh, dass ich dort hin gegangen bin und ich hoffe, dass dieser ganze Konflikt bald ein (für die Bevölkerung Burmas) gutes Ende nimmt. Ich weiß ja nicht, wie die Berichterstattung in Deutschland aussieht, aber hier sehen wir den ganzen Tag nur Bilder und Berichte aus Burma (engl. Birma).

Nach der „Demonstration“ bin ich dann noch etwas in ‚Central’ rum gelaufen und hab Bilder von den ganzen Edelboutiquen gemacht. Um 20 vor 9 musste mir dann aber auch noch ein H&M in die Quere kommen. Ich wollte da echt nur rein, um zu sehen ob es dieselben Klamotten gibt wie bei uns … Ich glaube ja, nur das „Set-up“ ist etwas anders. Leider hab ich es dann doch nicht geschafft, ohne etwas zu kaufen da wieder raus zu kommen … aber ok.
Jetzt bin ich tot müde und werde gleich ins Bett fallen. Ich glaube ich schaff es diesmal vor 2 Uhr zu schlafen.

Hausarbeit schreiben, drucken, eintüten und abgeben

Donnerstag 27.09.2007
Nach einer kurzen Nacht ging es dann weiter mit meiner Hausarbeit, die ich dann auch noch zeitig zu ende geschrieben habe. Jetzt musste die ganze Sache nur noch formatiert und auf Papier gebracht werden. Die Formatierung war kein Problem und dauerte etwa 30 Minuten. ABER das mit dem drucken ging dann doch etwas länger als ich dachte. Ich hab ja keinen Drucker hier und deshalb gehe ich immer in die Bibliothek um meine Sachen zu drucken (war bisher noch nicht so viel). Da aber bereits später Nachmittag war, waren alle PC auf allen 6 Stockwerken Belegt (sind so ca. 30-40 pro Stockwerk verfügbar). Im 6. Stock hatte ich dann Glück und es ist einer gerade fertig geworden als ich zum zweiten Mal die Runde machte. Schlussendlich hab ich es dann geschafft, hab noch eine Klipp-Mappe gekauft und dann das ganze Ding in die „Drop Box“ geworfen. 18.30 Uhr ging dann die donnerstags Vorlesung los und 3 Stuneden später war auch das geschafft.
Abends war ich dann mit einer kleinen deutschen Gruppe unterwegs und wir haben auch tatsächlich ein deutsches Lokal mit deutschem Barmanager gefunden!

Public Holyday

Mittwoch 26.09.2007
Der Tag nach dem Mid-Autumn Festival ist frei und heißt hier „Public Holiday“. Ich wollte da dann eigentlich mal meine (schon lange geplante) Hausarbeit in Angriff nehmen. Da es jetzt schon 2 Tage her ist, weiß ich schon gar nicht mehr was dazwischen kam, aber ich hab dann erst am Abend damit angefangen. (Jetzt ist mir wieder eingefallen, was dazwischen kam, es war das gute Wetter, denn seit längerer Zeit hatten wir wieder blauen Himmel und über 34 Grad!).
… am Abend hat mich dann die Realität wieder eingeholt und ich hab mal angefangen meine Hausarbeit zu schreiben. Um 4 wurde ich dann (wie jeden Tag) müde und bin ins Bett …

Mittwoch, 26. September 2007

Neue Bilder online!!!

Es gibt viele neue Fotos!

... einfach auf Meine Hong Kong Bilder klicken und sehen, was ich hier so treibe.

Viel Spaß dabei ...

Mid-Autumn-Festival

Mid-Autumn-Festival, so heißt das Vergnügen hier in Hong Kong und China! Kann ich nur weiter empfehlen. Wer die Chance hat sollte das auf jeden Fall mal mitmachen. Die Leute hier sind den ganzen Tag schon aus dem Häuschen deswegen. Die Abendkurse in den Schulen fallen aus und der nächste Tag ist komplett frei. Die Parks und bekannten Flanier-Wege werden mit Laternen dekoriert und so ziemlich alle Leute sind auf der Straße oder bei einem köstlichen Festmahl mit mindestens der ganzen Familie. Echt klasse das ganze!
Wir sind erst in ein etwas besseres Restaurant als sonst (was sich auch im Preis bemerkbar machte) und haben es uns gut gehen lassen (Reisnudeln mit riesen Shrimps und einer Eiersoße ... verdammt gut). Danach wollten wir nicht so weit weg gehen und haben uns dazu entschlossen nach 'Tsim Sha Tsui' zu gehen und nicht in den Victorias Park. Auch eine sehr gute Entscheidung, denn die Skyline war der Oberhammer und es war seit Jahren wieder der Vollmond zu sehen! Schade dass die Kamera nicht das wiedergeben kann, was ich gesehen hab ... DER HAMMER! Ich hoffe, dass die Bilder nur ein kleines bisschen davon rüberbringen können.




Erst die Arbeit ... dann das Vergnügen

Dienstag 25.09.2007
Das Ende des Tages war besser als der Anfang!
Ein Grund für den schlechten Start war, dass ich sehr spät ins Bett gekommen bin aber um 9 Uhr schon wieder aufstehen musste. Grund dafür war, dass ich einen Anruf bekommen hab, dass Charles und ich an die Rezeption kommen müssen, um endlich den "offiziellen" Zimmerwechsel zu machen. Da Charles aber nur um kurz nach 9 Uhr Zeit hatte blieb mir nichts anderes übrig ... einmal aufgestanden ist dann auch schwer wieder einzuschlafen.

Am Nachmittag habe ich dann meine "große" Reise reserviert (hoffe dass bis Ende der Woche fix zu machen). Kevin, Jessie, Lily und ich gehen vom 17.10. - 22.10. auf eine Tour durch Japan. 2 Nächte in Tokyo und 3 Nächte in Osaka - so ist es zumindest geplant. Ein entsprechendes Angebot haben wir gefunden und es wird jetzt geprüft, ob das mit den Flügen und den Hotels alles passt. Das Angebot was sie uns im Reisebüro gemacht haben war okay, aber immer noch nicht wirklich ein Schnäppchen. Ich freue mich jetzt schon riesig auf Japan, Tokyo, Osaka und Kyoto!!!

Programming Ouiz #1

Montag 24.09.2007
Wann hab ich mir das nur angewöhnt?! Immer alles so lange vor sich her schieben ...
Am Montag musste ich halt mal um 9 Uhr aufstehen, um meine legale DIN-A5 Zusammenfassung für den Programmiertest zu schreiben. Um 14.30 Uhr war es dann auch soweit, meine erste "Prüfung" auf asiatischem Boden. War anders als ich mich vorbereitet habe, aber ich denke mal trotzdem okay ... am Samstag um 16.30 Uhr ist auch schon das nächste Quiz. Das ist so gemein, denn am Mittwoch ist "Day after Mid-Autumn" und somit keine Vorlesung und am Montag 01.Oktober ist "National Day" und ebenfalls kein Unterricht. D.h. etwa 70 Prozent der Austauschstudenten sind am rumreisen! Die Top 5 der Reiseziele sind China Mainland, Peking, Nepal, Philippinen und Thailand. Eigentlich hatte ich mich schon einer Reisegruppe nach Lijiang (China Mainland) angeschlossen, musste dies aber aufgrund des Quizzes am Samstag wieder absagen :(
Naja, dann bleibe ich halt hier in HK und versuche mich selbst zu beschäftigen - was auch nicht wirklich schwer ist!

Montag, 24. September 2007

Typhoon Warning (yellow) ... dt. REGEN, stark

Sonntag 23.09.2007
Naja, die Magenverstimmung ist weg aber das Wetter schlägt um. Wie immer konnte ich nachts nicht einschlafen und so war zum Glück auch die Hälfte des verregneten Sonntags rum. Eigentlich hab ich gar nicht registriert, dass es draußen so windig ist, erst als dann mal eine volle Ladung Regentropfan an unser Fenster gewindet wurde hab ich es registriert.
Ich hab versucht mich etwas auf das Programmier-Quiz am Montag vorzubereiten, wurde aber immer wieder durch mein Samsung Q25 (mein Notebook) abgelenkt. Diese Ablenkung hab ich auch dankbar angenommen ;)
Eine Marotte von mir hat auch in Hong Kong Bestand. Wenn ich keine Lust habe was zu lernen fang ich an zu putzen oder aufzuräumen. Da kein Putzzeug zugegen war hab ich mich meinem Schreibtisch und meinen Regalen gewidmet ... die sind jetzt pikobello aufgeräumt und alle Unterlagen sind sortiert (naja, mehr oder weniger sortiert, weil Zettel sortieren dann nicht zu dieser Marotte gehört und ich das überhaupt nicht gern mache).

Mit Skype, MSN, ICQ und co vergeht die Zeit dann auch recht schnell. Dank der Mithilfe von Alex habe ich dann auch herausgefunden, warum ich nur vom Telefon zu Hause aus unter meiner Festnetznummer erreichbar bin ... ganz einfach, 1&1 SoftPhone kann nur VoIP oder "intern" Anrufe annehmen. Also hab ich mich spät in der Nacht daran gemacht eine andere Alternative zu suchen UND ich hab eine gefunden! Jetzt hab ich eine deutsche Nummer, unter der man mich (wenn der PC an ist) in Hong Kong erreichen kann!
Die Nummer ist (falls Interesse besteht):

+49 1801 6600997930
(ACHTUNG: Sonderrufnummer für o2, Vodafone, E+)

Ach ja, da ich mir in den Kopf gesetzt habe mich wieder gesünder zu ernähen, hab ich gestern einen Salat mit Hühnchen bestellt ... satt wurde ich nicht und in Sachen Dressing könnte ich denen hier auch noch einiges beibringen - aber Zweck erfüllt und ich versuch wieder weniger zu essen. Was ich aber dann eine Frechheit fand, war dass der PolyU-Studentenrabatt nicht für den Salat gilt. Kevin hatte einen riesen Teller mit Spaghetti und Spare Ribs und zahlte HK$ 30 ich musste HK$ 45 bezahlen ...

Sonntag, 23. September 2007

Sch... Samstag

Samstag 22. September 2007
Samstag ist vorbei ... eingeschlafen gegen 7.30 Uhr, aufgewacht um 14 Uhr mit Kopfschmerzen und einem "verrückten " Magen. Kurz meine Wäsche gewaschen und wieder ab ins Bett.
Abends bekam ich dann aber doch noch Hunger. Diesmal sind wir ins "Elmerry". Ein sehr nettes Lokal 2 Minuten weg von der Hall mit (hauptsächlich) italienischem Essen. Mal wieder was Europäisches (Lassagne) tat echt gut.

Da ich den ganzen Tag geschlafen hab ist es grad schwierig wieder hin zu liegen... hab nur gerade gesehen, dass der VFB böse vermöbelt wurde.

Morgen sollte ich endlich mal was für das Quiz in "Computer Programming" am Montag machen und mit einer meiner beiden Hausarbeiten anfangen!
(Da fällt mir das Lieblingszitat meines chinesischen Marketing Professors ein: "That's the two sides of a coin" - und mit Antritt dieser Reise hab ich mir das mit eingekauft).